was will ich wirklich im Leben frau sitzt im sonnenuntergang auf einer bank und ist nachdenklich

5 Schritte zurück zu deiner inneren Stimme: Wenn du nicht weißt, was du willst

Was will ich wirklich im Leben?

Woran es liegt, wenn du nicht weißt, was du wirklich willst im Leben, hast du im letzte Beitrag erfahrn. Jetzt lass uns mal konkret werden. Du sitzt gerade hier, liest diesen Beitrag, weil du dir immer wieder diese Frage stellst:

„Ich weiß nicht, was ich will im Leben. Was kann ich jetzt konkret tun?“

Es ist, als würdest du vor einer dichten Nebelwand stehen. Dahinter liegt dein Weg, dein Leben, dein Leuchten – aber du siehst nichts. Und je mehr du hineinblinzelst, desto dichter scheint der Nebel zu werden. Doch manchmal ist es nicht das Sehen, das dir den Weg weist. Es ist das Fühlen.

Ich verrate dir jetzt die 5 wichtigsten Schritte, um wieder mehr Klarheit zu bekommen, was du wirklich willst im Leben.

Schritt 1: Akzeptiere, dass du es gerade nicht weißt

Bevor du überhaupt etwas verändern kannst, braucht es einen ersten, liebevollen Schritt: Akzeptanz.

Hör auf, etwas erzwingen zu wollen, und akzeptiere, was jetzt ist – ohne Wertung. Sag dir:

„Es ist okay, dass ich gerade nicht weiß, was ich will. Ich muss es nicht wissen. Alles ist gut so, wie es jetzt gerade ist“

Denn erst, wenn du den Widerstand loslässt – diesen inneren Zwang, jetzt sofort auf Biegen und Brechen eine Antwort finden zu müssen – entsteht Raum. Raum, in dem deine Seele zu dir sprechen kann.

Eine Übung für deine Rückkehr zu dir

Setze dich heute Abend an deinen Lieblingsort. Vielleicht draußen auf der Bank vor deinem Haus, mit einer Decke um die Schultern. Schließe deine Augen. Atme tief ein und lange aus. Spüre den Boden unter dir, den Halt, die Erde, die dich trägt.

Lege deine Hände auf dein Herz und sprich leise:

„Ich erlaube mir, nicht zu wissen. Ich erlaube mir, mich wieder zu spüren.“

Lass diesen Satz in jede Zelle deines Körpers sinken. Du wirst direkt spüren, wie eine Last von deinen Schultern fällt, wie du freier atmen kannst. Vielleicht kommen Tränen, Wut oder auch gar nichts. Alles ist willkommen.

Denn der erste Schritt zurück zu deinem Wollen ist nicht, sofort eine Antwort zu finden. Es ist, den Kampf dagegen aufzugeben, dass du sie gerade nicht hast. Heilung beginnt nicht da, wo du Antworten findest. Sie beginnt da, wo du aufhörst, dich dafür zu verurteilen, dass du sie noch nicht hast.

schwan schwimmt auf see in der morgendämmrung

Schritt 2: Gib dir selbst die Erlaubnis, nicht zu wissen

Nachdem du akzeptiert hast, dass du es gerade nicht weißt, lade ich dich ein, noch einen Schritt weiterzugehen: Erlaube dir bewusst, nichts zu wissen.

Denn Akzeptanz bedeutet: „Es ist okay, dass ich nicht weiß, was ich will.“
Doch Erlaubnis bedeutet: „Ich wähle, gerade nichts zu wissen.“

Es ist eine aktive, liebevolle Entscheidung. Ein Loslassen des Drängens, Suchens, Grübelns.

Beispiel aus der Natur:

Stell dir vor, du sitzt an einem stillen Waldsee. Morgens, wenn der Nebel sanft über dem Wasser liegt. Du beobachtest die Schwäne, wie sie lautlos ihre Bahnen ziehen. Sie fragen nicht, wohin sie schwimmen sollen. Sie schwimmen einfach, dorthin, wo es sie hinzieht. Ohne Ziel, ohne Plan. Einfach im Vertrauen, dass das Wasser sie trägt.

So ist es auch mit dir. Die Antworten, die du suchst, wirst du nicht im Außen finden. Dort ist es laut, voller Stimmen und Erwartungen. Dein Weg liegt in dir, in deinem leisen Inneren.

Du musst nicht sofort deinen großen Lebensplan kennen. Du darfst dich einfach treiben lassen, so wie die Schwäne auf dem See. Mit dem Vertrauen, dass deine innere Stimme dich leitet – wenn du aufhörst, sie ständig um Antworten zu bitten.

Praxis:

Schließe deine Augen, atme tief ein und aus und sprich leise:

„Ich erlaube mir, nichts zu wissen. Ich erlaube mir, einfach nur zu sein.“

Spüre, wie viel leichter sich dein Körper anfühlt, wie er endlich aufatmen kann, wenn du diesen Druck loslässt. Vielleicht nur für einen Moment. Aber genau dieser Moment ist der Beginn deiner Rückkehr zu dir selbst. Und vielleicht fühlst du hier auch schon ein leises kribbeln, oder ein Gefühl wie ein Hauch, der alles verändert – weil endlich Raum entsteht. Ein Raum der sich anfühlt wie das Erwachen des morgens – noch nicht ganz greifbar aber spürbar.

Durch das bewusste Erlauben übernimmst du aktiv Verantwortung und holst dir deine Selbstermächtigung zurück.

Schritt 3: Lausche deinem Körper – er lässt dich spüren was dir gut tut

Wenn du nicht weißt, was du willst, liegt das oft daran, dass du zu sehr im Kopf suchst. Dein Verstand ist laut, logisch, urteilend – er kennt nur das, was er gelernt und gespeichert hat. Doch was du wirklich willst, liegt nicht in alten Gedankenmustern, sondern tiefer. Dein Körper ist der Zugang dazu.

Er ist immer im Hier und Jetzt – und genau dort liegt der Schlüssel. Denn nur im jetzigen Moment kannst du spüren, was du wirklich willst im Leben. Ohne Sorgen um die Zukunft, ohne Geschichten aus der Vergangenheit. Dein Körper ist wie ein Tor, durch das du deine wahre Tiefe betreten kannst.

Er kennt deine Wahrheit – nicht als Idee, sondern als Gefühl, als Bewegung, als Impuls. Dein Körper weiß, wann sich etwas weit und stimmig anfühlt. Und wann es eng wird, weil du dich von dir entfernst. Je mehr du (wieder) lernst, auf ihn zu hören, desto klarer wird, was du wirklich willst.

Und du musst dafür nicht meditieren oder stundenlang stillsitzen. Du kannst es mitten im Alltag üben.

Übung für deinen Alltag:

Egal ob beim Zähneputzen, Wäscheaufhängen, Spazierengehen.
Sogar auf der Arbeit, wenn du kurz eine Pause machst – oder der Chef gerade nicht in der Nähe ist 😉 kannst du diese Übung machen.

Halt kurz inne. Spür deine Füße auf dem Boden. Beweg deine Schultern sanft. Atme tief durch die Nase ein und aus. Frage dich:

  • Wo fühle ich gerade Weite in mir?
  • Wo ist es eng?
  • Was tut mir jetzt gut?

Erwarte keine fertigen Antworten. Vielleicht zeigt sich nur ein leises Ziehen, ein wohliges Kribbeln, ein tiefer Atemzug. All das sind Hinweise – deine Körperweisheit in Aktion.

Denn dein Körper ist mehr als Biologie. Er ist der Resonanzraum deiner unendlichen Seele.

So wird aus dem großen „Ich weiß nicht, was ich will im Leben“ ein leises, aber klares: „Ich spüre, was mir entspricht“. Eine auf den ersten Blick „kleine“, aber sehr machtvolle Erkenntnis – und ein erster Schritt zurück zu dir selbst.“

kind schaukelt und fühlt sich frei erinnerung was will ich wirklich im leben

Schritt 4: Erinnere dich an deine Kindheit – deine erste Wahrheit

Im letzten Schritt hast du geübt, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Ohne die Geschichten der Vergangenheit, ohne die Sorgen der Zukunft. Einfach präsent in deinem Körper, in diesem Moment.

Und genau hier, in dieser Präsenz, öffnet sich eine Tür. Eine Tür zu etwas, das immer da war: deiner Kindheit.

Aber dieses Erinnern ist kein Zurückfallen in die Vergangenheit. Es ist ein bewusstes Erinnern, kein Festhalten. Kein Hängenbleiben in alten Geschichten. Sondern ein liebevolles Zurückschauen, um dir bewusst zu machen, was schon immer in dir lebte.

Als Kind wusstest du, was du wolltest. Du hast gelacht, gesungen, gemalt, getanzt, warst stundenlang mit Tieren zusammen oder hast die Wolken beobachtet, bist durch Pfützen gehüpft, hast mit bloßen Händen im Matsch gespielt. Damals hast du nicht gefragt, ob es sinnvoll ist, ob es produktiv ist, ob dir „das was bringt“ oder was andere darüber denken. Du hast es einfach getan, weil es deine Wahrheit war.

„Was will ich wirklich im Leben?“ – So findest du den Funken wieder, der dich lebendig macht

Vielleicht denkst du jetzt: „Aber meine Kindheit war nicht schön. Ich will mich daran nicht erinnern.“
Das verstehe ich. Es geht nicht darum, in schmerzvolle Situationen zurückzugehen. Es geht darum, die kleinen Funken in dir zu finden, die trotz allem geleuchtet haben.

Bestimmt gab es diesen Moment, in dem du mit deinem Kuscheltier am Fenster gesessen und heimlich die Sterne beobachtet hast. Oder du hast im Sandkasten kleine Welten gebaut und warst stundenlang darin versunken. Du hast es geliebt, deine Hände tief in das warme Katzen- oder Hundefell zu graben, als wolltest du dich erinnern, wie sich echtes Leben anfühlt. Vielleicht war es ein Lied, das du immer wieder gesummt hast, weil es dir Trost schenkte. Oder diese eine Schaukel, auf der du das Gefühl hattest, als könntest du fliegen – frei, leicht, verbunden mit allem..

Diese Erinnerungen sind keine belanglosen Kindheitsfetzen. Sie sind Schlüssel. Sie zeigen dir, was deine Seele nährt. Vielleicht willst du nicht exakt dasselbe tun wie damals – aber die Energie dahinter ist dieselbe. Sie zeigt dir, wer du in deinem tiefsten Inneren bist.

Frage dich:

  • Gab es etwas, das dich als Kind getröstet hat?
  • Etwas, das dir Ruhe oder Freude geschenkt hat, auch wenn es nur kurz war?
  • Etwas, bei dem du dich frei gefühlt hast, ganz du selbst zu sein?

Schritt 5: Gehe kleine, echte Schritte

Warte nicht auf die große Vision. Wenn du darauf wartest, wirst du vielleicht in fünfzig Jahren noch immer hier sitzen, mit derselben Frage im Herzen: „Was will ich eigentlich wirklich im Leben?“

Vielleicht wartest du auch auf diesen einen großen Aha-Moment. Auf diesen Satz in deinem Kopf, der endlich sagt: „DAS ist es! Das gibt meinem Leben Sinn. Jetzt weiß ich, was ich will.“

Diese klare Vision, die dich morgens aus dem Bett reißt und dich für immer motiviert.

Doch ich bin ehrlich mit dir: So funktioniert das Leben nicht. So funktioniert deine Seele nicht.

Die Wahrheit ist: Du findest heraus, was du willst, indem du gehst.

Indem du ausprobierst, neue Erfahrungen machst, spürst, was sich gut anfühlt und was nicht.

Indem du Wege wählst, vielleicht feststellst, dass sie nicht deine sind, und dann andere wählst. Dafür bist du hier. Dafür hast du einen Körper. Um dich auszuprobieren, um zu fühlen, um Erfahrungen zu sammeln – nicht nur, um nachzudenken.

Und jeder Umweg, jede Entscheidung, die sich nicht richtig anfühlt, ist auch eine Chance – eine Chance, etwas Größeres zu entdecken oder eine Erfahrung zu machen, die dich wachsen lässt.

Jeder Schritt ein Ja zu dir selbst – und zur Erinnerung, wer du wirklich bist

Warte nicht auf den perfekten Plan. Warte nicht, bis du dich sicher fühlst. Sicherheit ist eine Illusion. Mut entsteht, wenn du trotzdem gehst.

Wenn dich etwas ruft – auch wenn es verrückt erscheint – folge diesem Ruf. Vielleicht meldest du dich für einen Töpferkurs an, weil dich die Erde ruft. Oder du bastelst dir ein schönes Notizbuch, um jeden Morgen drei Seiten zu schreiben. Vielleicht buchst du deinen ersten schamanischen Kurs, weil dein Herz flüstert: „Erinnere dich.“

Es müssen keine großen Veränderungen sein. Jeder kleine Schritt in Richtung deiner Sehnsucht ist ein Ja zu dir selbst.

  • Mach diesen Spaziergang, auch wenn der Himmel grau ist.
  • Schreib diesen Text, auch wenn ihn niemand liest.
  • Male dieses Bild, auch wenn es niemand kauft.
  • Buche diesen Workshop (am besten natürlich meinen schamanischen Onlinekurs 😉).

Und tu es nicht, um damit „erfolgreich“ zu sein. Tu es, um herauszufinden, wie es sich anfühlt. Weil dein Herz hüpft und und du einfach Bock darauf hast. DAS lässt dich wieder lebendig fühlen.

Denn das Leben zeigt dir deinen Weg nicht, während du darüber nachdenkst. Es zeigt ihn dir, während du ihn gehst.

Gib dir selbst die Erlaubnis, Schritt für Schritt zu gehen – denn jeder kleine Schritt ist ein Liebesbeweis an dich selbst und ein Stück mehr Heimkehr zu deiner wahren, kraftvollen Lebensfreude.

Danke, dass du hier bist💚Und wenn dieser Beitrag dir gutgetan hat, schick ihn weiter – vielleicht ist genau heute jemand da draußen dankbar für diese Worte.

Lass dich berühren. Inspirieren. Und vielleicht – erinnern

jeder weg beginnt mit einem kleinen schritt frau mit ausgebreiteten armen voller vorfreude

FAQ – Was will ich wirklich im Leben?

Beginne mit Akzeptanz. Höre auf, gegen das Nicht-Wissen zu kämpfen. In dem Moment, in dem du dir erlaubst, keine Antwort zu haben, entsteht Raum – für deine innere Stimme, für echte Impulse, für dein Gefühl von Wahrheit.

Weil du meistens im Kopf, mit deinem Verstand nach der Lösung suchst. Dein Verstand kennt nur Vergangenes. Doch deine Wahrheit liegt tiefer – im Körper, im Moment, in der Verbindung zu dir selbst. Je mehr du lernst, dich zu fühlen, desto klarer wird, was du willst.

Indem du kleine Inseln der Achtsamkeit schaffst. Beim Zähneputzen, beim Spazieren gehen, in der Pause. Atme. Spüre deinen Körper. Frage dich: Wo fühle ich Weite? Was tut mir gut? Deine innere Stimme spricht leise – lerne, wieder hinzuhören.

In deiner Kindheit hast du instinktiv gelebt – aus deinem Inneren heraus. Diese Erinnerungen sind wie Wegweiser zurück zu deiner Essenz. Sie zeigen dir, was dich genährt hat – jenseits von Leistung und Erwartung.

Nein. Dein Lebensziel zeigt sich im Gehen, nicht im Grübeln. Es geht nicht darum, sofort den großen Plan zu haben – sondern darum, kleine, echte Schritte zu gehen, die sich stimmig anfühlen. Dein Lebensziel formt sich, wenn du aufhörst "danach zu suchen" sondern anfängst es in dein Leben zu lassen - neue Gedanken zulässt, annimmst was ist, und loslässt, was du nicht mehr brauchst.

Jeder Weg bringt dir Erkenntnis. Auch Umwege sind Teil deines Wachstums. Es gibt keinen „falschen“ Weg – nur Erfahrungen, die dich lehren, was dir entspricht und was nicht.

support ina allard

Hey, ich bin Ina

Ich weiß, wie es sich anfühlt, im Alltag zu funktionieren – und dabei leise zu spüren, dass da noch mehr sein muss. Mein Weg zum Schamanismus begann in einer Zeit, in der ich mich leer und rastlos fühlte, obwohl von außen alles gut schien.

Die Natur, die Anderswelt und die Verbindung zu meiner inneren Kraft haben mein Leben verändert. 

Und wenn ich das geschafft habe – dann schaffst du das auch, oder? 🤗

Aktuelle Beiträge

Rad der Raunacht Ritualset

Rauhnächte bewusst erleben

Willst du die Rauhnächte in diesem Jahr mal ganz bewusst ohne „Müssen“, feste Rituale, tägliches Journaling und meditieren erleben? Mal wirklich ankommen statt immer nur loszulassen und dich auszurichten?

Weiterlesen »